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Langenargens Bürgermeister Ole Münder (mitte) brachte als Geschenk zur Eröffnung der Ausstellung einen Scheck in Höhe von 500 Euro mit. Auf unserem Bild von links nach rechts der Museumsvorstand: Bernd Kleiser, Inge Litz, Claudia Hindelang, Wolfgang Köhle, Bürgermeister Ole Münder, Andreas Reinhardt, Susanne Reich und Frieder Bertele.

 

Feierliche und lockere Vernissage zur Eröffnung der Ausstellung

„Goldene Horizonte“ im Museum Langenargen

 

„Was kann Kultur, was muss ein Museum heute leisten“?

 

„Auf zu neuen Horizonten“. Diese freundliche Aufforderung Claudia Hindelangs, Erste Vorsitzende des Museums Langenargen, schien an diesem Abend über allem zu stehen. Sollte dies doch als Signal gemeint sein, einen Neuanfang zu wagen, Herausforderungen an zu nehmen und trotzdem alles zu bewahren, das im letzten halben Jahrhundert unter der Adresse „Marktplatz 20“ geschaffen wurde. 

 

Gesamtkunstwerk im Museum

Das Museum Langenargen feiert in diesem Jahr den 50. Geburtstag mit einer ganz speziellen Jubiläumsausstellung, die seit Freitag, 20. März für alle Kunstinteressierten geöffnet und bis 1. November 2026 zu sehen ist. Andrea Dreher, die neue Kuratorin im Museum, hat die Kunstwerke ausgewählt, miteinander in Beziehung gestellt und so eben auch ein neues Gesamtkunstwerk im Museum Langenargen geschaffen.

 

Feierlich und trotzdem locker und entspannt sorgte die Vernissage im Münzhof für eine gelöste Stimmung. Mitglieder des Museums, Freunde der Kunst und viele Gäste feierten an diesem Abend gemeinsam mit den Künstlerinnen, die zur Eröffnung ihrer Ausstellung nach Langenargen gekommen waren. Und viele Gäste hatten an diesem Abend bereits die Möglichkeit genutzt, einen ersten Blick auf die Ausstellung zu werfen.

 

Großer Andrang: Mehr als 200 Gäste

Mit musikalischer Begleitung des Streicherensembles St. Martin unter der Leitung von Martin Beck wurde dieses Ereignis im vollbesetzten Münzhof - selbst auf der Empore war kein Platz mehr frei - mit mehr als 200 Gästen entsprechend gewürdigt.

 

Bürgermeister Ole Münder erinnerte in seiner Rede an die bewegte Geschichte dieses historischen Gebäudes im Ortskern. Eine Bürgerinitiative unter Federführung von Eduard Hindelang habe damals vor 50 Jahren den Abriss des Gebäudes, das ehemalige Pfarrhaus, gerade noch verhindern können, berichtete er. „Doch der Etat für die Sanierung des Hauses hatte schon damals nicht ausgereicht“, merkte er süffisant an.

 

Sanierung mit großer Eigeninitiative

„Langenargener Bürgerinnen und Bürger haben deshalb mitangepackt und rund 340 000 Mark an Eigenleistungen einbringen können.“ Er stimmte ein Loblied auf das Ehrenamt an, das schon damals funktionierte „und bis heute das Herzstück unserer Gemeinde ist“, lobte Bürgermeister Münder den Einsatz vieler Bürgerinnen und Bürger. Als Geschenk hatte der Bürgermeister einen Scheck in Höhe von 500 Euro mitgebracht.

 

„Wir blicken heute auf 50 Jahre Museumsarbeit zurück - das ist ein seltenes Geschenk“, stellte Claudia Hindelang bei ihrer Begrüßung fest. Als Schwiegertochter des Gründers Eduard Hindelang hat sie nun die ehrenvolle Aufgabe gemeinsam mit dem Vorstand und der Kuratorin übernommen, das Museum Langenargen mit neuen Impulsen und Ideen in die Zukunft zu führen. Rund 40 Gründungsmitglieder halten dem Museumsverein übrigens bis heute die Treue, insgesamt stehen aktuell 511 Namen auf der Mitgliederliste des Vereins.

 

 

Leidenschaft und Beharrlichkeit

„Ein halbes Jahrhundert, in dem Menschen mit Leidenschaft, Mut und Beharrlichkeit etwas geschaffen haben, das weit über unseren Ort hinaus strahlt“, sagte Claudia Hindelang. „Wenn wir heute mit dem Titel Goldene Horizonte - 50 Jahre Museum Langenargen feiern, dann blicken wir nicht nur zurück – wir schauen auch nach vorn. Beides mit großer Dankbarkeit und Zuversicht“, so die erste Vorsitzende. 

 

Was muss ein Museum heute leisten?

Andrea Dreher ist als neue Kuratorin verantwortlich für die Gestaltung der Jubiläumsausstellung. Sie ging in ihrer Rede auf 50 Jahre kulturelle Beziehungsarbeit ein, die im Langenargener Museum geleistet worden sei: „Seit 50 Jahren begegnen sich Menschen und Kunstwerke im alten Pfarrhaus Langenargen und gehen neue Beziehungen ein“, stellte sie am Eröffnungsabend fest. „An diese wunderbare Tradition möchte ich mit der neuen Ausstellung „Goldene Horizonte“ anknüpfen. Beziehungen pflegen oder sogar ausbauen und miteinander im Dialog bleiben, ist wichtiger denn je.“ Dabei blickte sie auch in die Zukunft: „Was kann Kultur, was kann oder soll ein Museum heute leisten?“ Die Voraussetzungen dafür seien jedenfalls „an einem so zauberhaften Ort wie Langenargen optimal“, stellte Andrea Dreher fest. 

 

Kulturort ist Teil der Eventisierung

Jeder Kulturort sei heute ein Teil der „Eventisierung“ unserer Gesellschaft. „Wir befinden uns in einer gewaltigen Transformation und müssen vieles, was im 20. Jahrhundert als „gesetzt“ galt, neu denken: wirtschaftlich, kulturell, politisch und zwischenmenschlich“, räumte die Kuratorin ein und schaffte damit einen wunderbaren Übergang zum geselligen Teil des Abends bei Wein und leckeren Häppchen.

 

 

 

 

Jubiläumsausstellung "Goldene Horizonte" 

Öffnungszeiten im Museum Langenargen

Die Jubiläumsausstellung "Goldene Horizonte" im Museum Langenargen ist seit Freitag, 20. März für Kunstinteressierte geöffnet:  Bis zum 1. November 2026 können die Kunstwerke auf drei Etagen jeweils von Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr bewundert werden. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. 

Es hängt alles. Kuratorin Andrea Dreher und die ganze Museumsfamile

freut sich auf Euch!

 

 

„Goldene Horizonte“:

Jubiläumsausstellung zum 50. Bestehen des Museums Langenargen

 

Sammlung ist vom 20. März bis 1. November 2026 zu sehen

 

 

 

„Goldene Horizonte“ lautet der Titel der Jubiläumsausstellung zum 50. Bestehen des Museums Langenargen. Am Freitag, 20. März 2026, um 19 Uhr eröffnen sich auch für die Festgäste und Besucher im Rahmen einer Vernissage neue Horizonte, welche die neue Kuratorin Andrea Dreher aus Ravensburg gestaltet hat. Bis Sonntag, 1. November 2026 ist die Ausstellung zu sehen. Kunstinteressierte sind herzlich eingeladen.    

Eine goldene 50 prägt in diesem Jahr die gesamte Jubiläumskampagne, die auf Flyern, Plakaten und Fahnen sichtbar wird und für die „Goldene Horizonte“ im Museum wirbt. „Das Titelmotiv basiert auf der Bildcollage "Engel" von Dorothee Schraube-Löffler, einer Künstlerin, die Ende März 95 Jahre alt wird und der erste "Samstagnachmittag"-Gast im Museum Langenargen sein wird. 

 

50 Jahre Kunstgeschichte

 

Das Museum Langenargen schreibt seit 50 Jahren Kunst- und Vereinsgeschichte am Bodensee und darüber hinaus. Gegründet wurde der Verein 1975 mit 38 Mitgliedern und verzeichnete damals ein starkes Wachstum. Ein Jahr später, im Jahr 1976, wurde das Museum eingeweiht. Eduard Hindelang gehörte damals zu den engagierten Gründern, welche die Kunst in dem historischen Gebäude etablierten und mit Leben füllten. Aktuell zählt der Museumsverein heute insgesamt 511 Mitglieder. 

 

Das neue Vorstands-Team unter dem Vorsitz von Claudia Hindelang und Wolfgang Köhle möchte gemeinsam mit Andrea Dreher, der neuen künstlerischen Leitung, die Adresse „Marktplatz 20“ in Langenargen neu beleben.

 

Dazu gehören ein vom Fachbereich Mediendesign der DHBW Ravensburg entwickeltes neues Corporate Design ebenso wie ein kleiner Museumsshop oder eine Familientasche, die Familien mit Kindern zu einer interaktiven Entdeckungsreise durch das Haus einlädt.

 

Kunstwerke aus verschiedenen Zeitepochen

 

Die Jubiläumsausstellung „Goldene Horizonte“ zeigt Kunstwerke aus verschiedenen Zeitepochen und präsentiert Highlights der Sammlung von Hans Purrmann, Andreas Brugger, Jan Balet, Hilde Bröer, Karl Caspar, Julius Herburger, Franz Anton Maulbertsch, Berthold Müller-Oerlinghausen im Gegenüber mit zeitgenössischen Kunstwerken von Aljoscha, Hannah J. Kohler, Inge Kracht, Kathrin Landa, Magdalena Maatkare, Barbara Reck-Irmler, Dorothee Schraube-Löffler, Susan Stadler, Dietlinde Stengelin und Hermann Weber. 

 

Treffpunkt Museum

 

Unter dem Motto „Treffpunkt Museum“ werden Alt und Jung zum Dialog mit der Kunst eingeladen. Künstlerinnen und Künstler sprechen über ihre Arbeit, Besucherinnen und Besucher können einen eigenen Postkartengruß hinterlassen und sich einen Jubiläumsstempel abholen. Zusammen mit der Kuratorin Andrea Dreher wird das Museumsteam das historische Pfarrhaus ganz im Geiste des Aufbruchs von „damals“ neu erstrahlen lassen und auch an die „goldenen Zeiten“ der Gründung erinnern.

 

Sammlung erweitert

 

Schon 1977 wurde das Museum Langenargen im Wettbewerb für „Kommunale Bürgeraktionen“ mit dem Hauptpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Großzügigen Förderern und Unterstützern war es in den letzten 50 Jahren zu verdanken, dass die Sammlung um wichtige Kunstwerke vergrößert und zugleich um wertvolle Leihgaben erweitert wurde.

 

Als Jubiläumsgeschenk des Hauses gibt es für alle 50jährigen des Jahrgangs 1976 und für alle „Goldenen Hochzeitspaare“ im Jubiläumsjahr freien Eintritt ins Museum Langenargen. Auch Mitglieder, die dem Verein seit 50 Jahren angehören, werden entsprechend gewürdigt.

 

Neue Blickachsen im Museum

Die neue Kuratorin Andrea Dreher gestaltete mit den „Goldenen Horizonten“ eine Ausstellung, die das Miteinander von Kunst, Menschen und Gefühlen in den Mittelpunkt stellt. „Es wurden neue Blickachsen geschaffen, die Räume wurden neu definiert, es entstehen neue Geschichten und neue Dialoge“, erläutert Andrea Dreher ihr Konzept.

Die geborene Langenargener Künstlerin Magdalena Maatkare (geb. Emser) zeigt in den ersten beiden Räumen des Museums eine begehbare Rauminstallation, die sie eigens für das Museum konzipiert hat.